ausgestellte künstler

Getulio Alviani

Wendelin Auer

Werner Berges

Agostino Bonalumi

Victor Bonato

Jürgen Brodwolf

Antonio Calderara

Waltraut Cooper

Sonia Delaunay

Jean Dewasne

Ralph Fleck

Günther Fruhtrunk

Philip Gaisser & 

Niklas Hausser

Philipp Grundhöfer

Philipp Haager 

Raoul Hausmann

Jean d`Imbleval
Michel Jouët

Walter Leblanc

Muyan Lindena

René Magritte

Marcello Morandini

Maurizio Nannucci

Eduardo Paolozzi
Antoine Perrot

Man Ray

Felix Rehfeld

Sebastian Riemer

Sigurd Rompza

Julia Schewalie

Tom Schulhauser

Rolf Schneebeli

Stephan Tillmans

Victor Vasarely

Adrian Wald

Katrin Wegemann

Jólan van der Wiel


Künstler

Christo

Paul Jenkins

Raymond E. Waydelich

Cy Twombly

Gerhard Richter

John Wesley

Rupprecht Geiger

Jean Rustin

Walter Stöhrer

Franz Erhard Walther

Jan Schoonhoven

Francois Morellet

Laszlo Otto

Arthur Stoll

Piero Manzoni

Andreas Feininger

Karl Fred Dahmen

Günter Fruhtrunk

Otto Piene

Gene Davis

Jean Gorin

Allen Jones

Heinz Mack

Timm Ulrichs

Fritz Köthe

Anton Stankowski

K.O. Götz (Karl Otto Götz)

Jenny Holzer

Karl Bohrmann

Wolf Vostell


Werner Berges

Werner Berges (1941-2017) Siebdrucke und Gouachen zeugen von einer intensiven Auseinandersetzung mit den Themen Farbe, Fläche, Linie und menschliche Figur. Werner Berges fand seine Motive in den Medien seiner Zeit - in der Werbung, der Fotografie und der Zeitung. Mithilfe von Schablonen und der Übertragung dieser auf das Sieb schaffte der Künstler eine klare Trennung der Farben voneinander. Die ausgewogene Zusammenstellung der Farben und die notwendige scherenschnitthafte Abstraktion machen den besonderen Reiz dieser Werke aus. Werner Berges gilt als eine der Hauptfiguren der Pop Art Bewegung in Deutschland.

Agostino Bonalumi

Agostino Bonalumi (1935-2013) ist eine künstlerische Position der 1960er Jahre. Zu dieser Zeit experimentierten zahlreiche Künstler im Umkreis der Gruppen Zero oder Nove Tendencije mit den Grenzen der Bildfläche und ließen Arbeiten entstehen, die über Reliefstrukturen, Licht oder Kinetik in den Raum hineingreifen.
Agostino Bonalumi verwendete die Methode der Thermoverformung bei der Herstellung von Multiples und Originalen und schaffte hiermit eine ideale Verbindung von künstlerischer Praxis und industrieller Fertigung. Seine Kunststoffreliefs wurden von ihm zu wand- und auch raumfüllenden Arbeiten, großformatigen Environments weiterentwickelt.

Jürgen Brodwolf

Jürgen Brodwolf (*1932)

findet in dem industriell vorgefertigten, ausgedrückten Verbrauchsgegenstand der Farbtube die menschliche Form – eine Entdeckung, die sein weiteres künstlerisches Schaffen prägen soll. Er nähert sich der Tubenfigur in Zeichnungen, lässt sie langsam aus der Zweidmensionalität der Fläche heraustreten und schließlich selbst zum Objekt und Werk, einzeln und in Gruppen werden. Stets spiegeln seine Figuren essenzielle menschliche Erfahrungen und Emotionen wider.


Philipp Haager

Philipp Haagers (*1974) abstrakte Malereien auf Leinwand und Papier üben eine unmittelbare und faszinierende Wirkung auf den Betrachter aus. Sie entstehen durch die Verwendung von Tusche und einem vollständigen Durchwirken des Bildträgers – der nassen Leinwand oder dem nassen Papier.  Die Leinwand oder das Papier werden in seiner künstlerischen Arbeit wie Membranen behandelt, welche die aufgetragenen Tuscheschichten in verschiedener Durchdringung aufnehmen. Philipp Haager malt seine Bilder nicht auf die Leinwand, sondern in sie hinein: Die Farbschichten breiten sich aus, dringen ineinander ein, überlagern sich, leuchten hervor. Der Wechsel verschiedener Farbsättigungen lässt vor unserem Auge ein Spiel farblicher Nuancen sowie Strukturen und Formationen entstehen, die ein Spektrum und Wechselspiel an Assoziationen eröffnen.

Felix Rehfeld

Der künstlerische Arbeitsprozess Felix Rehfelds (*1981) ist durchsetzt von Umwegen. Seine Arbeiten sind Resultate verschiedenster Umwandlungsprozesse, in denen neben der Malerei ebenso die Fotografie zum Einsatz kommt. Seine Werke lassen sich dabei als selbstreflexive Auseinandersetzungen mit dem Medium Malerei beschreiben – der Farbauftrag, die Struktur und Oberfläche der Farbe werden zum Motiv.
Seine Arbeiten kreisen um die traditionelle Fragestellung der Malerei: das komplexe Verhältnis des Bildes zur außerbildlichen Wirklichkeit - um die Themen Wahrheit/Illusion und reale Welt/Bildwelt. Der Diskussion um das ambivalente Verhältnis von Malerei und Fotografie fügt er in seinen künstlerischen Arbeiten einen reflexiven konzeptuellen Ansatz hinzu. Die beiden Medien ergänzen sich in diesem Arbeitsprozess produktiv. Fotografie dient hier der Findung eines Ausschnittes, einer Perspektive und damit als eine Vorlage für die Vermittlung von Wirklichkeit. Die verschiedenen Stufen seiner Werkproduktion bleiben im gemalten Bild als Spuren enthalten. In der Verbindung von Trompe-l’oeil und persönlichem Arbeitsprozess findet der Künstler einen Gegenentwurf zur Konstruktionsleistung von Bildwelten in der medialen »Wirklichkeit«.

 

Julia Schewalie

Die Werke von Julia Schewalie (*1988) kreisen um das Thema Bewegung, Wahrnehmung, Materialität und Rhythmus. In der Verwendung unterschiedlichster Ausgangsmaterialien von Bitumen, Acryl, Vinyl über Autofolien, PVC, Schellack, Nylon bis hin zu Magnetbändern lotet sie die Möglichkeiten der “Materialfarbe” Schwarz konsequent aus. Die haptische Qualität des zur Verwendung kommenden Materials bildet hierbei den Ausgangspunkt für ihre Bildidee. Auf diesem Weg kommen unter anderem poetische, sich nach Außen wölbende, gepolsterte Oberflächen, mosaikhafte Parkettierungen, vertikale Anordnungen und flirrende, kinetische Objekte als Ergebnisse ihrer Versuchsanordnungen zustande.

Gezielte Störungen bilden neben klaren Strukturen den besonderen Reiz der Werke Julia Schwalies. Ihre  Arbeiten trotzen der Bindung an die zweidimensionalen Fläche, indem sie sich stetig verändernde Wahrnehmungsräume schaffen. 

 


ANTONIO CALDERARA

Antonio Calderaras (1903 - 1978) Weg führt ihn über die gegenständliche Malerei zur Abstraktion. Bereits ein Hauptaugenmerk seiner Landschaften oder Ansichten des Ortasees ist die helle, pastellfarbene Zartheit seiner Malerei. Diese noch realistischen Bezüge lösen sich schließlich in reine lichte Farbfelder auf, die durch Vertikale und Horizontale gegliedert werden.

Waltraut Cooper

Waltraut Coopers Licht- und Klanginstallationen sind Reaktionen auf architektonische Gegebenheiten von öffentlichen und privaten Orten. Das Licht als künstlerisches Medium von Waltraut Cooper akzentuiert architektonische Elemente und ermöglicht durch bewußte Setzung neue Raumwahrnehmungen. Licht wird zum Träger abstrakter Begrifflichkeiten und Vorstellungswelten wie in der interaktiven Installation “Date” oder der “Regenbogen Trilogie”. Waltraut Cooper hat zahlreiche dauerhafte und temporäre Installationen im privaten, öffentlichen und musealen Raum realisiert. Ihre poetischen Werke bilden sichtbare Zeichen im urbanen Raum.

Tom Schulhauser

Tom Schulhauser (*1982) ist ein Meisterschüler von Anke Doberauer. Seine Figuren entnimmt der Künstler dem unerschöpflichen Fundus an digitalem Bildmaterial des World Wide Web. Das herausgefilterte Motiv wird auf sein Potential hin untersucht und in spontanem und kontrolliertem Pinselstrich auf Leinwand und Papier vor monochromen Hintergrund übertragen. So erhalten die der virtuellen Anonymität des Internets entnommenen Figuren in ihrer scheinbaren Trivialität als Motive in seiner Malerei eine physische Präsenz und Überhöhung. In der Gegenüberstellung der Protagonisten seiner Leinwände entstehen auf diese Weise von ihm erdachte, vielschichtige und humorvolle Dialoge.


Stephan Tillmans

Der Künstler Stephan Tillmans (*1982) ist eine zeitgenössische Position mit Bezügen zur konkreten Fotografie.  In seinen Serien »LEUCHTPUNKT-ORDNUNGEN« und »LEUCHTSCHICHTFORMUNGEN« fotografiert er Displays von sich im Prozess des Abschaltens befindlichen Röhrenmonitoren. Tillmans selber beschreibt den Zusammenbruch des Fernsehbildes als Zusammenbruch externer Referenz - das Ergebnis sei daher selbstreferentiell. Befreit vom Zweck der Darstellung führt Stephan Tillmans in der Tat beide Medien zurück auf ihren Ursprung, die elementare Bedingung der Fotografie und des Films: das Licht. Jede Fotografie offenbart dabei eine individuelle Struktur aus Licht, abhängig unter anderem von Fernsehmodell, Farb- oder Schwarz / Weiss Gerät, Belichtungszeit, Timing und vorangegangener Laufzeit des Fernsehers. 

ADRIAN WALD

Adrian Walds Arbeiten kreisen auf vielfältige Weise um die „Malerei“. Seine Arbeiten sind dabei in gewisser Weise selbstreferentiell, hinterfragen sie doch stets aufs neue „etablierte Behauptungen der Kunst“ (Jutta Radomski). Aus Keilrahmenleisten oder Pinsel zusammengesetzte Bilder verweisen auf ihre materielle Grundbedingung und die inhaltliche Aufladung des Dinges zur „Kunst“. Bezüge zur Kunstgeschichte und Deutschen Geschichte durchziehen sein Werk, er führt den Betrachter immer wieder gerne aufs Glatteis. Der Wandgebundenheit der Malerei bleibt er treu, rüttelt dennoch spielerisch immer wieder an ihren Gundfesten - er verschiebt ihre Grenzen, tiefgründig, aber immer auch humoristisch.